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Marlène Wéry

WIE SIND SIE MASSEURIN GEWORDEN? WIE SIEHT IHR WERDEGANG AUS?

Seit ich denken kann, wollte ich Masseurin werden und mit alternativen Heilmethoden arbeiten. Nach der Matura wollten meine Eltern, dass ich einen Universitätsabschluss mache, was jedoch nicht mein Wunsch war. Ich absolvierte ein Semester, um ihnen zu beweisen, dass ich dazu fähig bin, aber dass ich nicht weitergehen würde. Daraufhin begann ich eine vierjährige Ausbildung zur medizinischen Masseurin. Nach dem Abschluss stellte ich fest, dass alternative Techniken von der Ärzteschaft oft abgewertet oder verkannt wurden. Daher entschied ich mich, mein Wissen durch das Diplom und das EFZ als medizinische Praxisassistentin zu ergänzen, um diese Techniken und die traditionelle Naturheilkunde zu fördern. Zu meiner großen Freude hat dies funktioniert und es ermöglichte mir zudem, meine Kenntnisse in der akademischen Medizin zu festigen. Ich habe meine Praxis im April 2002 eröffnet und seither nie aufgehört, mein Wissen durch meine Patienten, Fortbildungen, die Kunden der Bains des Pâquis sowie meine eigene Lebenserfahrung zu vertiefen. Ich bin glücklich, meinen Mitmenschen helfen zu können, und jeden Tag werde ich in dem Gedanken bestärkt, dass ich den richtigen Weg gewählt habe!

WIE KAMEN SIE DAZU, FÜR DEN VEREIN MAINS DES BAINS ZU ARBEITEN, UND SEIT WANN?

Bei einer meiner Diplomübergaben für alternative Techniken traf ich eine Kollegin, die in den Bains arbeitet und mit der ich studiert hatte. Sie fragte mich, ob ich immer noch auf Lymphdrainage nach Vodder spezialisiert sei, da der Verein Mains des Bains in jenem Jahr Vertretungen suchte, die Lymphdrainage praktizierten. Motiviert von der Idee, im Team der Bains zu arbeiten, bewarb ich mich und wurde nach verschiedenen Vorstellungsgesprächen ausgewählt. Ich bin dem Verein Mains des Bains im März 2007 beigetreten.

WARUM ARBEITEN SIE GERNE IN DIESEM VEREIN?

Wegen des Austauschs mit den Kollegen und dem gesamten Personal der Bains. Mir gefällt auch der Gedanke, das Wohlbefinden zu fördern und Prävention für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Die Kundschaft ist in sozialer, ethnischer und altersmäßiger Hinsicht so vielfältig, dass man nur daran wachsen kann und es nie langweilig wird.

WELCHE MASSAGETECHNIKEN PRAKTIZIEREN SIE IN DEN BAINS DES PÂQUIS?

Lymphdrainage nach Vodder, klassische Massage, Sportmassage, Fußreflexzonenmassage und Babymassagekurse.

WELCHE TECHNIKEN PRAKTIZIEREN SIE IN IHRER PRAXIS? WO BEFINDET SIE SICH?

Meine Praxis befindet sich in Saint-Jean, Genf. Zusätzlich zu den oben genannten Praktiken biete ich therapeutische Lymphdrainage nach Vodder, moderne Wirbeltherapie, strukturelle/energetische/LCR-Craniosacral-Therapie, Viszeraltherapie, harmonische Techniken, Aurikulotherapie sowie Gua Sha und warme Schröpfgläser an. In der Naturheilkunde: endonasale Therapie, Aromatherapie, Iridologie, orthomolekulare Medizin (Verschreibungen und intravenöse Infusionen von Vitaminen, Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen und injizierbare Homöopathie), Baunscheidt-Verfahren, Eigenbluttherapie und perkutane Hydrotomie (Arthrose, Bandscheibenvorfall usw.).

WELCHE QUALITÄTEN SIND IHRER MEINUNG NACH IN VIER WORTEN ESSENZIELL, UM MASSEUR ODER MASSEURIN IN DEN BAINS DES PÂQUIS ZU SEIN?

Anpassungsfähigkeit, Kommunikation, Ausdauer und emotionale Intelligenz.

WAS SIND IHRE PROJEKTE?

Mich weiter zu perfektionieren und die integrative Medizin zu fördern.